Seit 1990 75% weniger wirbellose Tiere wie Insekten

Ein Artensterben schlimmer als bei den Dinosauriern hat Auswirkungen auf alle Populationen, ein Dominoeffekt in der Nahrungskette, Fische und Vögel verschwinden. Wir erleben 6. und massivstes Artensterben der Erdgeschichte. Schuld daran ist eine neue Klasse hochwirksamer Insektizide, die in den 90er auf den Markt kam: Neonikotinoide, ein konzentriertes Gift, welches direkt auf die Saat gegeben wird. Systemische Insektizide töten Bienen, Schmetterlinge, Käfer… Das Insektensterben hat in den letzten 30 Jahren dramatisch zugenommen. Eine der Ursachen sind Neonikotinoide – ein hoch schädliches Insektengift, das unsere gesamte Nahrungskette und das Tierreich bedroht.

Pestizide sind im einzelnen Insektizide, Fungizide, Neonikotinoide (das Nikotin tötet Insekten) und Herbizide.

Insektizide sind wasserlöslich, verteilen sich schnell im Wasser und in Wasserpflanzen, werden förmlich aufgesogen. Pflanzen haben Kontakt zum Grundwasser. Deshalb finden wir Insektizide in den meisten Gewässern. Das Wasser wird kontaminiert. Tiere, die von den Pflanzen fressen, werden vergiftet. Da Böden kontaminiert sind, wird auch das Wasser, welches in die Böden fließt und kontaminiert. 1993 nach der Zulassung von Neonikotinoiden änderte sich einen Schlag das Ökosystem, Fische verschwanden.

Insektizid DDT Entwickler erhielt erst den Nobelpreis, dann wurde DDT als Krebsursache und als reproduktionstoxisch in den 70ern weltweit verboten. Heutige Neonikotinoide sind 7.000-8.000 Mal giftiger als DDT.

  • Extrem hohe Sterblichkeit
  • Viele tote Bienen

Unsere Umwelt ist voll von Pestiziden und Cocktails aus den verschiedenen chemischen Mitteln. Wir haben keine Ahnung, welche Auswirkungen die Pestizide haben, Streuung von Insektiziden und Cocktaileffekte durch viele verschiedene Pestizide. Die Umwelt ist voll von Substanzen. Die Auswirkungen sind unbekannt. Wenn man 200 verschiedenen Pestizide nachweisen möchte, müsste man 20.000 Risikobewertungen durchführen. Das bezahlte bisher keiner und das führte bisher keiner durch.

Nicht eine Mahlzeit ohne Neonikotinoide

Auswirkungen auf Menschen bis hin zu hormonellen Auswirkungen oder Haarausfall bis hin zu Krebs.

Noch beunruhigender sind die Auswirkungen auf unser Nervensystem und somit des Gehirns von Föten und Kleinkindern. Erschütternde Studien aus Japan: Im ersten Harnstrahl von Neugeborenen sind Neonikotinoide nachweisbar. Erforschung von Pestiziden und Herbiziden auf Wasser und Umwelt in Bezug auf schädliche Auswirkungen auf den Menschen ergaben: Psychische Verhaltensstörungen bei Kindern haben seit 1993 zugenommen.

Die Böden (und damit Pflanzen und das Grundwasser) werden vergiftet aber seitens der Industrie erfolgt Kritik bezüglich Schutzvorgaben: “Schutzvorgaben gefährden die Vermarktung zahlreicher Pestizide. 65 von 67 der Produkte würden bei neuen Tests durchfallen.” “Verkauf von Pestiziden kann nicht gestoppt werden – davon hängen Tausende von Arbeitsplätzen ab.”

Neue Risikobewertungen und strengere Toxizitätsprüfungen wurden gestrichen. Veraltetet Risikobewertung werden weiterhin angewendet. Die erlaubte Sterblichkeitsrate bei Bienen wurde stark angehoben und Ausnahmegenehmigungen wurden erwirkt. Neue Stoffe wie Sulfoxaflor und Flupyradifuron sind bereits als Nachfolger am Markt.

Besonders giftige Pestizide sind in der EU verboten, aber Exporte in Drittweltländer bleiben erlaubt. Aus diesen Ländern kommen aber die pestizidhaltigen Früchte wieder zurück nach Europa. Laut UNO sterben in Entwicklungsländern jährlich 200.000 Menschen durch Pestizide. Giftexporte werden weiter durchgeführt und die EU genehmigt sogar immer höhere Ausfuhrmengen. In Brasilien sind weltweit die meisten Pestizide zugelassen. Am Ende kommt das Gift wieder bei uns an: Im Kaffee und auf den Orangen. Deren Wasser zeigt erschreckende Werte:

Quelle: Arte Dokumentationen “Pestizide – Profit außer Kontrolle” und “Pestizide: Europas zynischer Giftexport”

Lösungen für reines Trinkwasser